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Datum: 14. Juni 2017 | Kategorie: Hintergrund

Müde im Büro - diese Tricks helfen

Seit 4 Stunden sitzt man nun an dem Reporting für den Chef. Unzählige Auswertungen werden durchstöbert, Zahlen verglichen, Diagramme erstellt und nebenbei der Kampf gegen sie - die Müdigkeit. Natürlich kann monotone Arbeit ermüdend sein, doch meist hat die tägliche Müdigkeit eine ganz andere Ursache. Späte Freizeitaktivitäten, abendliche Smartphone-Nutzung im Bett oder hoher Leistungsdruck können die Ursache für Schlafstörungen sein.

© stokkete - fotolia.com

Der aktuelle Gesundheitsreport der DAK widmet sich dem Schwerpunktthema Schlafstörungen. Darin wird u.a. erwähnt, dass über 34 Mio. Menschen in Deutschland an Schlafstörungen leiden. Einfache Verhaltensänderungen helfen den Meisten, den gesunden Schlafrhythmus wieder zu erlangen. Siebeneinhalb bis acht Stunden Schlaf wird von Ärzten und Forschern für einen erholsamen Schlaf empfohlen.

Wenn es doch mal weniger ist

Aber auch die erholtesten Schläfer können es mal mit der Müdigkeit zu tun bekommen. Da sollte doch nur Kaffee helfen, denken sich hier jetzt viele. Kaffee ist auch in der deutschen Hitliste der Getränke unangefochten seit Jahren auf Platz 1. Durchschnittlich 162 Liter Kaffee hat 2016 jeder Deutsche getrunken. Doch bei regelmäßigen Kaffeetrinkern hilft der “Wachmacher” nicht mehr. Dort hat er eher die gegenteilige Wirkung und erhöht die Müdigkeit noch, denn der Körper entwickelt bei hohem Konsum eine Toleranz. Die "Push"-Wirkung fällt aus.

Andere aufputschende Getränke, wie Energydrinks, verlieren ebenfalls nach kurzer Zeit ihre Wirkung. Fruchtschorlen und Wasser bringen dem Körper hier mehr Energie. Zusätzlich hilft viel Bewegung zwischendurch. Zum Beispiel ein kleiner Spaziergang an der frischen Luft in der Mittagspause hilft wahre Wunder. Ein offenes Bürofenster sorgt für Frischluft und Zirkulation im Raum, das steuert der Müdigkeit auch gut entgegen.

Viel hilft nicht immer viel

Es heißt immer: Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages. In Teilen stimmt das auch, denn das Frühstück sollte dafür genutzt werden, den Energievorrat aufzutanken. Das morgendliche Müsli mit Milch, ein Glas Saft, eine Schüssel Joghurt oder Quark mit frischen Früchten sind der optimale Kraftstoff dafür. Wenn es doch vormittags zu kleinen Tiefs kommt, dann sollte nicht versucht werden, diese mit Traubenzucker oder anderen Süßigkeiten zu bekämpfen. Denn der Zucker in diesen Snacks hilft nur kurzfristig und lässt die Energiekurve schnell wieder absinken. Vielmehr hilft dort frisches Obst, eine handvoll Nüsse oder Trockenfrüchte. Sie belasten den Körper nicht so.

Das Mittagessen ist auch oft ein “Energiekiller”. Bei schwerem Essen mit vielen Kohlenhydraten stellt sich meist das sog. “Suppen-Koma” ein und man wird schläfrig. Der Körper ist viel zu sehr mit dem Verdauen beschäftigt und nimmt somit die benötigte Energie für die konzentrierte Arbeit. Leichte Speisen, wie Salate oder belegte Vollkornbrötchen eignen sich viel besser. Vielleicht ist dann für ein kommendes Tief noch etwas Obst vom Vormittag übrig. So kommt man gesund und mit viel Energie durch den Arbeitstag. Wenn das alles noch nicht reichen sollte, dann kann man in der Mittagspause einen 20-minütigen Powernap einlegen. Dieser steigert bekanntlich die Konzentrationsfähigkeit, Produktivität und das Wohlbefinden.


Geschrieben von Maurice Riehl


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