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Datum: 31. Mai 2017 | Kategorie: Hintergrund

Büroarbeit muss nicht unbequem sein

Wer kennt sie nicht, die “Bürokrankheiten”. Dabei geht es nicht um die Blutvergiftung, welche man sich übrigens beim Schneiden am Papier(!) schnell zuziehen kann. Hier geht es vielmehr um Rückenschmerzen, schmerzende Augen, Sehnenentzündungen in den Händen oder Gelenken, einschlafende Beine und vieles mehr. Viele dieser Symptome kann man relativ simpel schon im Ansatz bekämpfen.

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Die meisten der Bürokrankheiten sind zurückzuführen auf einseitige Bewegungsabläufe oder Fehlhaltungen. Sitzen, zum Beispiel, ist an sich nichts schlechtes für den Körper, nur falsches Sitzen ist ein Problem. Wir Deutschen sitzen am Tag im Schnitt 7,5 Stunden. Im Büro, in Meetings, im Auto, beim Essen, vor dem Fernseher oder wo auch immer. Das sich da natürlich das ein oder andere Zipperlein einstellt, mag dabei nicht verwundern.

Heute schon den Bürostuhl eingestellt?

Fast jeder hat mindestens einmal im Leben Rückenschmerzen. Oft ist das Leiden auf eine Fehlhaltung zurückzuführen. Gerade die sitzende Tätigkeit im Büro ist dafür besonders prädestiniert. Falsche Einstellungen am Stuhl, einseitige Belastung und fehlende Bewegung rufen sie erst hervor oder begünstigen eine Verschlechterung. Bei vielen hat sich diese Fehlhaltung übrigens über Jahre unbemerkt eingeschlichen.

Für optimale Sitzbedingungen ist eine Verstellbarkeit des Stuhls sehr wichtig. Eine zu niedrige Sitzposition begünstigt das unangenehme Abknicken der Beine und lässt sie mangels schlechter Durchblutung “einschlafen”. Ein nicht-Anlehnen führt zu einer unbequemen gebückten Haltung des Rückens. Wer nach gut 2 Stunden in dieser Haltung aufsteht, wird es deutlich merken. Anfangs ist es ungewohnt, sich optimal hinzusetzen, aber mit ein wenig Routine wird das immer angenehmer.

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Mal was anderes zwischendurch

Gerade beim Sitzen werden die Nerven ziemlich belastet. Da hilft zwischendurch mal eine Ablenkung durch Bewegung. Der Gang in die Büroküche oder zu einem Kollegen sind gerade für die Beine und den Rücken eine gute Erholung. Im Stuhl selber hilft ein weites Zurücklehnen oder ein Strecken der Gliedmaßen. Das löst Verspannungen vom angestrengten Sitzen und fördert die Durchblutung. Generell kann man im Stuhl seine Haltung mehrmals ändern und das wird sogar empfohlen.

Die Büroarbeit hat aber auch Auswirkungen auf andere Bereiche des Körpers. Zum Beispiel fördert eine minutenlange Zwangshaltung der Maus oder Tastatur Sehnenprobleme. Diesen kann man durch spezielle Auflagekissen oder kleinen Schüttel- oder Streckbewegungen zwischendurch entgegenwirken. Ein sehr langes anstrengendes Betrachten des Computer-Monitors strengt die Augen sehr an. Hier wird oft das Zwinkern vergessen und dadurch werden die Augen trocken. Ein Blick aus dem Bürofenster oder ein kurzes Schließen der Augen als Reizentzug hilft da wahre Wunder.

Achten Sie im Büro ruhig etwas mehr auf sich. Ihr Körper wird es Ihnen danken.


Geschrieben von Maurice Riehl


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