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Datum: 16. Mai 2017 | Kategorie: Hintergrund

Datensicherung? - Jetzt erst recht!

Die aktuellen Geschehnisse aus der Welt zeigen, dass die Gefahr eines Hackerangriffes täglich steigt. Dabei trifft es mittlerweile nicht mehr nur die Großen des Internets. Allein beim letzte Cyber-Angriff am 12.05.2017 traf es weltweit zehntausende Computer. Vom Großkonzern bis zum hin zum privaten PC. Gibt es überhaupt ein Mittel gegen diese Angriffe aus dem World Wide Web? Was kann man machen, um seine Daten zu retten?

© Bits and Splits - fotolia.com

Der Irrglaube, dass sich Hacker nicht für die Daten eines privaten Rechners oder den Kunden- und Unternehmensdaten kleiner und mittelständischer Unternehmen interessieren, ist längst widerlegt. Oftmals interessieren sich große Hacker nicht für Lohn- und Personaldaten von Logistikmitarbeitern oder Verkaufsstatistiken von Online-Händlern zu einer bestimmten Produktkategorie. Vielmehr interessiert die Hacker, wieviel sind den Besitzern ihre Daten wert?

Die Hacker sind auch nur Kriminelle

Früher waren es Viren und Würmer, welche u.a. die Daten oder die Hardware bei der “Infektion” zerstören, heute ist es verstärkt die sogenannte Ransomware. Dabei handelt es sich um einen Kryptotrojaner, welcher die Daten eines Computers verschlüsselt und erst nach Zahlung eines Geldbetrages wieder freigeben soll. In Zeiten, in denen viele Unternehmen und Privatanwender den Großteil ihrer Unterlagen und Zugänge digital ablegen, sind diese Trojaner ein Worst-Case.

Einfach gesagt, ist es Erpressung, denn die Hacker wollen Geld von den Betroffenen. Dabei geben die Hacker aber nicht einfach eine Kontoverbindung an. Sie arbeiten mit der Online-Währung Bitcoin, welche zum Teil nicht nachverfolgbar und zum anderen nicht gerade kostengünstig ist. Ein Bitcoin liegt je nach Wechselkurs bei über 1.500 Euro. Nach der Zahlung erhält der Besitzer einen Link, welcher die Daten wieder freigeben soll. Nur hat man dabei höchstens eine 50:50 Chance, dass das so ist.

Das Backup ist die sicherste Lösung

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, kurz BSI, rät betroffenen Anwendern, das Lösegeld nicht zu zahlen. So werden nur deren kriminellen Machenschaften finanziell unterstützt. Doch was kann man tun, wenn der Computer bereits betroffen ist? Im Idealfall existiert vom betroffenen Computer ein Backup, mit welchem man die Daten wiederherstellen kann. Mit Hilfe einer externen Festplatte zum Beispiel, könnte man so eine Datensicherung erstellen. Dabei ist aber zu beachten, dass die Festplatte nicht dauerhaft am Rechner angeschlossen ist, sonst sind die Daten ebenso betroffen. Oder man hofft, dass der Code hinter dem Schadprogramm eventuell geknackt wird und somit die Daten wieder freigeschaltet werden. Nur ist das eher eine Geduldsprobe und meist nicht sehr aussichtsreich. Besonders Unternehmen sollten sich auch über die Möglichkeiten von Sicherheitssystemen informieren. Gute Systeme sind hierbei oft kostenspielig, können aber doch einigen Schaden abwenden.

Eine Vorsorge bietet zwar keinen hundertprozentigen Schutz, aber es minimiert die Chancen der Infizierung. Allem voran ist es wichtig, sein Betriebssystem und seine Programme immer auf dem aktuellsten Stand zu haben, denn Lücken in der Programmierung machen es einem Trojaner sehr leicht. Jetzt hatte es Windows XP und Windows Server 2003-Anwender getroffen. Entsprechende Updates wurden von Microsoft schon im März bereitgestellt. Unsichere Webseiten und Downloads von unbekannten Seiten sollten ebenso vermieden werden. Auch E-Mail-Anhänge von unbekannten Absendern zu öffnen, erhöht die Gefahr. Dateiformate wie z.B. .exe, .zip, .doc, .reg sind dafür gängige Beispiele. Hundertprozentigen Schutz gibt es allerdings nur offline - nur wer kann sich das heute noch leisten?


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