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Datum: 13. Februar 2017 | Kategorie: Hintergrund

Grenzüberschreitender Handel: Deutschland verschenkt Potenzial

Wie steht Deutschland in Bezug auf den grenzüberschreitenden Handel da? Eigentlich ganz gut, zeigt eine neue Studie. Dennoch wird vergleichsweise noch viel Potenzial verschenkt. – Das hat eine Analyse des Marktforschungsunternehmens Ipsos herausgefunden, das im Auftrag von PayPal über 28.000 Menschen aus 32 Ländern befragt hat, die ein internetfähiges Gerät besitzen bzw. nutzen.

© Florian - fotolia.com

Im Zuge der Studie konnte sich Deutschland den vierten Platz sichern und gehört damit zu den beliebtesten Ländern beim grenzüberschreitenden Online-Shopping. Zu den Podestplätzen, die sich China, die USA und Großbritannien ergattern konnten, ist jedoch eine Menge Luft: So haben beispielsweise lediglich sieben Prozent der befragten Online-Shopper aus aller Welt, in den vergangenen zwölf Monaten in hiesigen Online-Shops eingekauft. In chinesischen Webshops waren es hingegen ganze 21 Prozent, in amerikanischen Stores 17 Prozent und in britischen immerhin noch 13 Prozent.

Was shoppen die grenzüberschreitenden Käufer am liebsten?

Die aktuelle Studie von PayPal, zeigt jedoch nicht nur, dass Deutschland noch Verbesserungsmöglichkeiten hat, sondern auch wo Potenziale liegen: Grundsätzlich geht daraus hervor, dass chinesische Kunden beim grenzüberschreitenden Shopping vorzugsweise Kleidung und Accessoires (55 Prozent), Kosmetik (55 Prozent), aber auch Getränke und Lebensmittel (44 Prozent) kaufen. Auch amerikanische Shopper stöbern in den weltweiten Online-Stores am liebsten nach Kleidung und Accessoires (48 Prozent), sind aber auch in den Kategorien Spielzeug und Hobby (36 Prozent) sowie in der Rubrik Unterhaltung und Bildung (34 Prozent) aktiv.

Der europäische Markt kann sich für deutsche Händler lohnen

Im Zuge der Studie wird auch deutlich, dass nicht nur die Kunden in Übersee für hiesige Händler interessant sein müssen. Auch ein Blick auf die Nachbarstaaten lohnt sich: „Beim Thema Internationalisierung denkt man häufig direkt an weit entfernte Länder wie China oder die USA. Dabei wird häufig vergessen, dass bereits innerhalb von Europa sehr viele neue Absatzmöglichkeiten für Onlinehändler schlummern“, kommentiert Frank Keller, Geschäftsführer PayPal Deutschland, Österreich und Schweiz. „Gerade die Länder der Europäischen Union sind dabei sehr attraktiv für deutsche Händler und erleichtern besonders aufgrund der Freihandelsgrenzen und der gemeinsamen Währung den Einstieg. Auch die Tatsache, dass diese Märkte eine ganz andere Größe haben und teilweise entsprechende lokale Angebote fehlen, kann sich als Vorteil erweisen.“

So belegt die Studie von PayPal beispielsweise, dass insbesondere die westeuropäischen Shopper häufig in deutschen Online-Shops einkaufen gehen: In Italien sind es ganze 21 Prozent, in Schweden und den Niederlanden 15 Prozent, in Ungarn 13 Prozent, in Tschechien 12 Prozent und in Polen 6 Prozent.

Es gilt also, diese Shopper abzuholen und mit Blick auf eben jene Länder zum Beispiel geeignete Zahlungsoptionen oder Versandvarianten anzubieten, die in diesen Märkten gängig sind und sich an der Kundenzufriedenheit orientieren. In diesem Sinne sollten Händler natürlich auch nicht auf einen umfassenden Kundenservice verzichten, der sich auch an Käufer im Ausland richtet – bei Fragen oder Problemen kann zum Beispiel ein Live Chat oder ein mehrsprachiger Telefonservice Gold wert sein. Telbes hilft Ihnen hier gern weiter!


Geschrieben von Tina Plewinski


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